Der Ursprung: Meteoriten aus dem All
Meteoriten sind Fragmente von Himmelskörpern, die ihren Weg auf die Erde gefunden haben.
Viele von ihnen sind mehrere Milliarden Jahre alt und stammen aus der Frühzeit unseres Sonnensystems.
Ein Teil dieser Funde – insbesondere Eisenmeteoriten – eignet sich für die Verarbeitung zu Schmuck.
Auswahl, Zuschnitt und Sternenstaub
Bevor ein Meteorit verarbeitet werden kann, wird das Material sorgfältig ausgewählt.
Für klassische Schmuckstücke wird der Meteorit mit einer hochpräzisen Diamantsäge in Scheiben oder passende Formen geschnitten.
Für unsere Stardust-Kollektion entsteht hingegen eine andere Form der Verarbeitung:
Hier wird Eisenmeteorit fein geraspelt, sodass echter Meteoritenstaub entsteht, der später in klarer Form eingebettet wird.
So entstehen zwei unterschiedliche Ausdrucksformen desselben Materials – massiv oder fein verteilt.
Die Struktur sichtbar machen
Nach dem Zuschnitt folgt ein entscheidender Schritt: das Ätzen der Oberfläche.
Dabei wird die Oberfläche gezielt behandelt, sodass die charakteristischen Widmanstätten-Strukturen sichtbar werden.
Diese einzigartigen Muster entstehen ausschließlich im All und machen jeden Meteorit unverwechselbar.
Schutz und Versiegelung
Eisenmeteoriten können auf natürliche Weise oxidieren.
Um die Oberfläche dauerhaft zu schützen, werden sie mit einer hochwertigen, transparenten Versiegelung versehen.
Diese schützt vor äußeren Einflüssen und bewahrt die feinen Strukturen des Materials.
Die Fassung – von der Idee zur Form
Je nach Design entstehen die Fassungen auf unterschiedliche Weise.
Für filigranere Modelle – insbesondere in der Stardust-Kollektion – verwenden wir teilweise vorgefertigte Fassungen.
So können leichtere und zugänglichere Schmuckstücke realisiert werden.
Aufwendigere Fassungen werden individuell entwickelt:
Zunächst entsteht ein digitales 3D-Modell, auf dessen Basis ein Prototyp gefertigt wird.
Dieser wird anschließend in einer Schmuckgießerei umgesetzt.
Nach dem Guss folgt die eigentliche Handarbeit:
Die Fassung wird sorgfältig versäubert, geschliffen und poliert, bis sie ihre endgültige Form erhält.
Materialien und Veredelung der Fassungen
Als Basismaterial verwenden wir standardmäßig Silber.
Einige Modelle werden zusätzlich vergoldet oder plattiert.
Die Plattierung ist dabei die hochwertigere Variante, da sie eine stärkere und langlebigere Schicht aufweist.
In vielen Fällen erfolgt die Plattierung gezielt nach Bestellung oder wird von uns selbst veranlasst.
Bei einzelnen Fassungen kann es jedoch vorkommen, dass diese bereits vergoldet geliefert werden – hier haben wir keinen Einfluss auf die Schichtstärke.
Da dieses Thema komplex ist, gehen wir in einem separaten Artikel ausführlich auf die Unterschiede und Eigenschaften von Vergoldung und Plattierung ein.
Zusammensetzen und Veredelung
Erst nach der vollständigen Fertigstellung der Fassung – inklusive Schliff, Politur und gegebenenfalls Vergoldung oder Plattierung – wird der Meteorit eingesetzt.
So wird sichergestellt, dass alle Arbeitsschritte an der Fassung abgeschlossen sind und das Material optimal geschützt bleibt.
Im letzten Schritt werden Meteorit und Fassung präzise zusammengeführt.
Dabei kommt es auf ein gutes Gespür für Material und Form an, damit sich beide Elemente harmonisch verbinden.
Fazit
Meteoritschmuck entsteht in einem Zusammenspiel aus kosmischer Herkunft und handwerklicher Verarbeitung.
Vom massiven Eisenmeteoriten bis hin zu feinem Sternenstaub durchläuft jedes Stück mehrere sorgfältige Schritte.
So wird aus einem Fragment des Universums ein tragbares Schmuckstück mit Geschichte.

